Taekwondo Club       MU-DO-KWAN Lehrte e.V.

Mitglied in der DTU, NTU und zertifizierter Schulsportverein

Taekwondo im Schulsport

Nicht nur der Arbeitsalltag von Erwachsenen wird immer hektischer und stressiger. Auch Kinder stehen bereits früh unter Stress. Dieser entsteht durch die hohen Erwartungen an Heranwachsende, den Leistungsdruck, dem sich nur wenige gänzlich entziehen können und der immer knapper bemessenen Freizeit. Jedoch ist Stress erwiesenermaßen schädlich. Bereits Grundschulkinder sind unausgeruht, unkonzentriert und leiden unter Stimmungsschwankungen.

Gleichzeitig wird in der schulischen Ausbildung immer mehr Wert auf Fachkompetenz gelegt. Naturwissenschaften, Fremdsprachen und Gesellschaftswisenschaften stehen immer mehr im Vordergrund. Dafür rücken Fächer wie Sport und Soziales in den Hintergrund. Einige Schulen bieten zwar noch Unterricht, der auf die Entwicklung von "Softskills" und sozialem Verständnis abzielt. Jedoch werden die Fächer immer seltener unterrichtet.

Taekwondo beinhaltet neben dem sportlichen Aspekt auch die soziale und geistige Prägung. Die Entwicklung dieser Fähigkeiten wird durch Meditation, Ruhe sowie soziale Aspekte im Training entwickelt und gefördert. So gehören einige fundamentale Regeln einer funktionierenden sozialen Gesellschaft zur Etikette des Dojang. Respekt, Fairness, Gemeinschaftlichkeit und Selbstdisziplin sind nur einige der vielen Fähigkeiten, die ein Taekwondoschüler beherrscht. Deshalb bietet es sich an, Taekwondo in den Schulalltag zu integrieren. Die Kampfkunst schafft unterschiedliche Ansatzpunkte, die zur Verbesserung der Verhaltensweisen sowie zur Gesunderhaltung entscheidend beitragen können. Die Deutsche Taekwondo Union (DTU) hat deshalb ein Konzept entwickelt, mithilfe dessen Taekwondo in den Schulsport integriert werden kann.


Zertifizierte Ausbildung

Die Ausbildung zum Schulsporttrainer war lange Zeit sehr umstritten. Die Kultusministerienkonfernez zählt Taekwondo - wie nahezu alle anderen Kampfsportarten auch - zu den „Sportarten mit gefährlichen Schlagtechniken“. Damit erschien lange Zeit eine Integration in den Schulalltag unmöglich.

Taekwondo ist zwar eine Kampfsportart, jedoch liegt hier - anders als bspw. beim Boxen - der Fokus primär auf der geistigen Entwicklung der Schüler. Das Erlernen von Sozialkompetenzen - sich selbst und Dritten gegenüber - steht im Vordergrund. Kampftechniken dienen dabei ebenfalls der Selbstdiszipin und geistigen Entwicklung. Zudem geht es beim Taekwondo um Selbstverteidigung, nicht aber um das "wilde Drauf-los-Hauen", wie es fälschlicherweise oft verstanden wird.

Seit 2006 gibt es deshalb von der DTU das Projekt "Taekwondo als Schulsport". Im Rahmen dessen erfolgt eine fachliche Ausbildung von Taekwondotrainern zu Schulsporttrainern. Voraussetzungen sind neben fachlichen, didaktischen und pädagogischen Kompetenzen eine Trainerlizenz sowie das Absolvieren zahlreicher Unterrichtseinheiten der Fortbildung. Am Ende des Lehrgangs erfolgt nach einer eingehenden Überprüfung des Erlernten eine Zertifizierung der Trainer zu Schulsporttrainern.


Das Konzept

"Taekwondo im Schulsport" verfolgt das Ziel, Kinder und Jugendliche motorisch, kognitiv und sozial-affektiv zu schulen. Insbesondere zählen zu den entwickelten Fähigkeiten:

Die Begleitung des Unterrichts erfolgt durch Fitnessübungen, Koordinations- und Dehntechniken, eine korrekte Fallschule sowie durch die Vermittlung von Selbstverteidigungstechniken. Die Schüler haben im Rahmen der Veranstaltung zudem die Möglichkeit, eine Kup-Prüfung bis einschließlich zum 7. Kup (gelb-gründer Gürtel) abzulegen. Dafür wurde eigens eine spezielle Prüfungsordnung aufgestellt.

Lesen Sie hier das Konzept zum Schulsport.


Unser Projekt

Zurzeit begleiten wir die IGS Hämelerwald bei der Entwicklung eines Schulsportkonzeptes, welches zum Beginn des Schuljahres 2017 / 2018 eingeführt werden soll.

Ansprechpartner für dieses Projekt sowie weitere Projektideen ist unser zertifizierter Schulsporttrainer Jens Büsing.